Nationaler Aktionsplan
Kupierverzicht

Die Tierhaltererklärung ist
seit dem 1. Juli 2019
vorzulegen!

Tierhalter-Erklärung

Die Tierhalter-Erklärung ist seit dem 01.07.2019 verpflichtend.

Die Tierhalter-Erklärung dient als Nachweis der Unerlässlichkeit des Eingriffs. Die Tierhalter-Erklärung muss seit dem 01.07.2019 vorhanden sein und bei Kontrollen der Behörde vorgelegt werden können. Aus der Erklärung geht hervor, ob für den Betrieb die Option 1 des Aktionsplanes oder die Option 2 gefahren wird. Die Tierhalter-Erklärung ist jeweils nur für ein Jahr gültig und muss danach erneut ausgefüllt und unterschrieben werden.

Option 1 des Aktionsplans:

Ist für den Betrieb (bzw. Produktionsstufe) das Kupieren unerlässlich (da bei mehr als 2 % der Tiere Bissverletzungen auftreten), so bestätigt der Tierhalters dies auf der Erklärung unter Ankreuzen der Nr. 1 (Risikoanalyse durchgeführt und geeignete Optimierungsmaßnahmen eingeleitet) und Nr. 2a (Schwanzbeißprobleme vorhanden). Gibt dieser „2a-Betrieb“ seine kupierten Tiere an einen anderen Betrieb ab, der keine Beißprobleme hat („2b-Betrieb“), so dient die Kopie der Tierhalter-Erklärung dem Abnehmerbetrieb als Nachweis, dass das Kupieren unerlässlich war (siehe Abb. 2).

Hat der Betrieb selbst keine Probleme mit Schwanzbeißen, erhält aber Tiere aus einem Betrieb, der Beißprobleme hat und deshalb kupieren muss, so ist in der Tierhalter-Erklärung die Nr. 1 und die Nr. 2b anzukreuzen („2b-Betrieb“). Das gleiche gilt, wenn z. B. der Ferkelerzeuger zwar unter 2 % Schwanz- und Ohrverletzungen feststellt, aber für einen Abnehmerbetrieb mit Beißproblemen die Tiere kupiert. D.h. ein „2b-Betrieb“ benötigt vom vor- bzw. nachgelagerten „2a-Betrieb“ dessen Tierhalter-Erklärung als Nachweis (siehe Abb. 2).

Option 2 des Aktionsplans:

hält der Betrieb zu jedem Zeitpunkt eine Gruppe unkupierter Schweine als Kontrollgruppe, so wird auf der Tierhalter-Erklärung lediglich die Nr. 3 angekreuzt. Die Tierhalter-Erklärung dient dann als Nachweis der Unerlässlichkeit des Kupierens für den Anteil der kupierten Tiere.

Betriebe, die kupierte Tiere aus dem Ausland beziehen, benötigen eine Bescheinigung des Lieferbetriebes, dass für diesen das Kupieren unverzichtbar ist. Lässt sich eine derartige Bescheinigung nicht beschaffen, so ist hierüber das zuständige Veterinäramt zu informieren.